Video killed the radio star ...

Dipl.-Inform. Rainer Böttchers

DEUTSCHER FACHJOURNALISTENVERBAND

Sandförth 21

29336 Nienhagen

mail@textura-media.de

Letzte Blog-Posts

The Writer's Blog
The song on the radio ...

Radio

Speak to me ...

Historie

Sollte ich einen Zeitpunkt definieren, an dem ich mit dem Schreiben angefangen habe, muss das so in 1993 gewesen sein. Damals kam ich auf die Idee, meine Lernphasen in Musiktheorie und Musik überhaupt in einer Website zu dokumentieren. Zum Wohle folgender Kollegen an Bass und Klavier, aber auch am Mischpult und im Studio. In einer Zeit, als man zum ersten Mal private HTML-Seiten publizieren konnte. So entstand an vielen Abenden und an Wochenenden Just Chords. Die Site existiert noch heute, rudimentär. Da müsste ich mal einige Wartungsarbeiten einlegen und das Layout wieder in Schuss bringen.

1997 wurde ich, wenn man so will, professioneller Schreiber bei Fujitsu Siemens, erstellte technische Dokumentation, White Paper und Vertriebsunterlagen. Learning by doing, aber es weckte Interesse an mehr. Mir wurde in dieser Zeit bewusst, dass Sprache und so auch Schrift mehr ist als das Aneinanderreihen von Wörtern. Ich begann mich mit den Grundlagen der Stilistik und Semantik zu beschäftigen. Wissend, dass da noch ein weites Feld vor mir lag. Ich erinnerte mich an meinen Wunsch nach der Schule, Journalismus und Musiktheorie zu studieren. Der neue Wunsch musste erst noch reifen.

2010 war es dann so weit. Ich schrieb mich an der Freien Journalistenschule in Berlin ein, verbrachte viele Wochenenden zwischen Tempelhof, Tegel und Wedding, lernte von der Recherche über journalistisches Schreiben bis zu meiner Passion, dem Radio-Journalismus, die Feinheiten und die Fachdidaktik. Mein Schwerpunkt bleibt das Universum der Kommunikation und der Stilkunde. Wolf Schneider, Sol Stein, Schulz von Thun, Roy Peter Clark, La Roche, Prantl, ich habe sie alle durch. Und habe bei allen gelernt. Vor allen Dingen, dass Worte mehr sind als Inhalt, sondern auch Emotion, Empathie und Verbundenheit. Deshalb fordern sie Exaktheit, sorgsamen Umgang mit ihnen und die Erkenntnis, dass es auch misslingende Kommunikation gibt.

So bin ich heute die Naturwissenschaften und Musik liebender Ingenieur, Redakteur und Moderator mit Hang zu langen Sätzen und langen Sendungen. Dabei bin ich mir wohl bewusst, dass es eben immer noch etwas besser geht. Ohne Hang zur Perfektion. Aber mit Trend zur Genauigkeit und mit Liebe zum Wort. So geht der Kampf mit den Worten weiter, den ich mit jedem neuen Text durchzustehen habe.